Das FEGA-System (Leistungsdifferenzierung)

Die Thomas-Mann-Oberschule ist eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe.

Als solche bietet sie sowohl Schülern/innen mit Haupt- und Realschul-, aber natürlich auch denen mit Gymnasial-Empfehlung die Möglichkeit, den ihnen gemäßen Abschluss zu erreichen.

Es sind also alle Abschluss-Arten unter einem Dach vereint. Dies ist wichtig, denn häufig kommt es vor, dass ein Kind zum Ende der 6. Klasse noch gar nicht sein volles Leistungsvermögen entwickelt hat. So ist es zu erklären, dass viele gute Abiturdurchschnitte von Schülern mit ehemals "nur" Realschul-Empfehlung erreicht wurden, und immer einmal wieder stehen auch Hauptschul-empfohlene Schüler/innen bei der Abiturfeier auf der Bühne, um ihr Zeugnis für die erworbene Hochschulreife in Empfang zu nehmen.

Nichts desto trotz - oder gerade deshalb - erfolgt die Unterscheidung auch leistungsdifferenziert, nämlich in sogenannten FEGA-Kursen. Dies sind 4 Kurse mit verschiedenen Anforderungsniveaus, an denen die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Begabung, Neigung und Fähigkeiten teilnehmen. Dies ist gut, denn das Sprachengenie, das in Mathematik  nicht solch eine Leuchte ist, kann seine Schullaufbahn nun auch ohne "5" schaffen. Der zweite Vorteil liegt darin, dass die Kurseinteilung nicht endgültig ist. Jede/Jeder, der sich entsprechend verbessert, kann  in den Schuljahren 7, 8 und 9 zum Halbjahr in den nächst höheren Kurs aufsteigen. Natürlich funktioniert das System auch umgekehrt, wenn eine Verschlechterung vorliegt. Um diese Durchlässigkeit zu gewährleisten, arbeiten die Kollegen/innen eines Faches in ihren Teams eng zusammen, treffen immer wieder neu Absprachen und ermöglichen so die Flexibilität dieses Systems.

F = Fortgeschrittenenkurs

E = Erweiterungskurs

G = Grundkurs

A = Anschlusskurs

FEGA-Kurse unterscheiden sich in folgenden Punkten:

Natürlich liegt das Niveau im F-Kurs am höchsten. Dem wird die Lehrerin/der Lehrer mit entsprechender Anforderung und Erwartung gerecht werden, aber auch im verwendeten Lehrbuch schlägt sich das unterschiedliche Niveau nieder.

Da das Grundwissen in allen Kursen gleich ist, unterscheidet sich die Anforderung im oberen Spitzenbereich. Demnach können in einem F-Kurs im besten Fall 15 Punkte erreicht werden, in einem G-Kurs allerdings nur 12. Das bedeutet, dass eine G1 mit 12 Punkten einer E2 mit 12 Punkten entspricht.

Je nachdem, welcher Schulabschluss erreicht werden soll, ändert sich die Zahl der dafür notwendigen FE-Kurse:

Hauptschulabschluss

eerweiterter Hauptschulabschluss

Realschulabschlus

Gymnasialabschluss

Englisch: nach einem Vierteljahr im 7. Jahrgang

Mathematik: wie Englisch

Deutsch: zu Beginn des 8. Jahrgangs

Bilogie, Chemie, Physik: zu Beginn des 9. Schuljahres

Einige Fächer werden NICHT leistungsdifferenziert unterrichtet, hier lernen die Schüler einer Kern- oder Tutorengruppe gemeinsam. Diese Fächer werden deshalb auch als Kernunterricht bezeichnet.  Es sind dies: Gesellschaftskunde (mit Erdkunde und Geschichte), Arbeitslehre (mit Berufsorientierung), Kunst, Musik und Sport.